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1. Wortbildung in der deutschen Sprache: Ihre stilistische Funktionen



Название1. Wortbildung in der deutschen Sprache: Ihre stilistische Funktionen
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14.

Mittel der Umschreibung und ihre Abarten.

Eine Umschreibung ist die indirekte Beschreibung eines Begriffes oder Sachverhaltes und wird genutzt, wenn dieser nicht in klaren Worten erfolgen kann oder soll. Sie dient in erster Linie der Verstдndigung, etwa im Falle einer Sprachbarriere. Sie sind ein Stilmittel der Dichtung und der Literatur, wo sie oft in Form von Metaphern auftreten.

Mittel der Umschreibung und ihre Abarten (stilistische Periphrase, Hyperbel, Euphemismen, Belletristik, Litotes, Allusion, AiЯchrologie, Epitheta).

- Die Periphrase ist eine Umschreibung eines Begriffs oder Sachverhalts.(der Allmдchtige (Gott), das Land, wo Milch und Hцnig flieЯen).

Periphrasen werden oft verwendet, um die Wiederholung eines Begriffs zu vermeiden. Sie werden auch gebraucht, um Sachverhalte euphemistisch auszudrьcken, z. B. ableben statt sterben. Die Periphrase ist wegen der Mannigfaltigkeit ihrer Erscheinungsformen und Abarten ein komplizierter Begriff: Periphtrase ist die Umschreibung eines Gegenstandes oder Erscheinung entweder auf Grund ьbertragener Wortbedeutung oder auf Grund direkter Wortbedeutung („ logische“ Periphrase).ZB Herr der langen Finger – die Diebe, der Dichter der Ilias. Periphrasen kцnnen individuell oder gemeinsprachlich sein. Die erste brauchen einen Kontext, die zweiten sind auЯerhalb des Kontextes verstдndlich. Die gemeinsprachliche P. werden in allen sprachlichen Stilen gebraucht; die ind. meistens im Stil der schцnen Literatur und Publizistik. Was die Struktur betrifft, so bestehen die Periphrasen meistens aus einer Wortgruppe, einem Satz oder einigen Sдtzen ( im letzten Fall spricht man von der erweiterten Periphrase).

- Eufemismismen – sind die Wцrter oder Wortgruppen, die in der Sprache erscheinen, um Begriffe zu bezeichnen, fьr die es schon die Benennung gibt, aber aus irgendeinem Grund erscheinen sie als unangenehm, grob, unpassend. Der Euphemismus bezeichnet Wцrter oder Formulierungen, die einen Sachverhalt beschцnigend darstellen. Euphemistische Begriffe kцnnen wegen ihres verharmlosenden Charakters auch einen sarkastischen Unterton haben. Das Gegenteil dieses Stilmittels ist die negativ konnotierte Bezeichnung (Pejoration) eines Ausdrucks, der Dysphemismus.(„Einschlдferung“ statt „Tцtung“, „Rubensfigur“ statt „Ьbergewicht“)

- In der Literatur bezeichnet man mit einer Hyperbel einen Tropus. Bei einer Hyperbel wird ьber das Glaubwьrdige hinaus ьbertrieben.(todmьde, blitzschnell, unendlich lang)

- Die Litotes ist eine Stilfigur, die sich der verneinenden Umschreibung eines Sachverhalts –bedient, um durch Untertreibung oder Abschwдchung die Hervorhebung eines Begriffs zu erreichen. (Milderung „Ich дrgere mich darьber nicht wenig“, nicht ohne Witz fьr ‚recht witzig‘)

- Die Allusion - eine Verwendung von Ausdrьcken in der mьndlichen Rede oder schriftlichen Rede, die nicht direkt, sondern indirekt, d.h. andeutungsweise, eine Handlung des Gesprдchspartners mit einem analogen Fall aus der Geschichte oder Literatur vergleicht.( Trojanisches Pferd, Ritter von der traurigen Gestalt).


16.

Stilistisch differenzierter und nicht differenzierter Wortschatz der deutschen Sprache.

   Wenn wir den gesamten Wortbestand nach seiner Zugehцrigkeit zu den einzelnen  schriftlichen  und  mьndlichen

   Stilen der deutschen Gegenwartssprache untersuchen, mьssen wir zwei groЯe Gruppen unterscheiden:

   1) den stilistisch undifferenzierten Wortbestand (Allgemeinwortschatz). Wцrter und Wendungen(обороты), die im kommunikativen Bereichen und Situationen von allen Deutschsprachigen gleicherweise verstanden und gebraucht werden.

   2) Den stilistisch differenzierten Wortbestand, d.h. Wцrter und Wendungen, deren Verwendungmoglichkeiten durch bestimmte inner und auЯerlinguistische Faktoren eingeengt sind. Sie werden von manchen Gruppen der Sprachgemeinschaft nicht immer verstanden, und aktiv gebraucht.

EineUntergruppe der stilistisch differenzierten Wortbestandes ist: Die charakterologische Lexik; Das sind Wцrter und Wendungen unterschiedlicher Stilfarbung, die nicht allen Sprachbenutzern gleicherweise bekannt sind, da die zeitliche, territoriale, berufliche, soziale und nationale Gegebenheiten charakterisieren.

Dazu gehцren:

   1. Historismen und lexische Archaismen: Historismen sind veraltete Wцrter die sie ausdrucken , sind veraltet, der Begriff ist verschwunden.( KZ lager, Hitlerjugend, Kцnig). Archaismen - nur sprachliche Form sind veraltet: Magniferenz (Rektor).

Historismen und Archaismen dienen zur Charakteristik des zeitlichen Kalorits.

   Neologismen -neue Wцrter, die im gesselschaftlichen Sprachverkehrs auftauchen. Nationale und territorialen Dubletten. Sie erfьllen gleiche stilistische Funktionen, sie dienen einer anschaulichen Zeichnung des nationalen und territorialen Kolorits.

FACHLEXIK (FACHWORTER)

   Im Laufe der historischen Entwicklung haben sich auf vielen Gebieten von Wissenschaft, Technik, Kultur und Kunst ganze Systeme von Fachwцrtern herausgebildet, die als Fachwortschatz bezeichnet werden. So gibt es heute z.b. einen Fachwortschatz der Okonomie, der Sprachwissenschaft, der Musik, der Physik usw.

   Wenn ein Fachwort innerhalb eines Fachwortschatzes genau definiert ist, handelt es sich um einen Terminus. Die Termini stellen den Kern des Fachwortschatzes dar.

   Von den Termini unterscheiden wir die Professionalismen. Das sind berufsgebundene Fachausdrucke, die nicht so streng definiert sind, aber in fast allen Berufen zur Verstandigung unter Fachleuten verwendet werden.

Soziale Jargonismen. Unter sozialen Jargonismen versteht man die spezifische Lexik bestimmter Kreise von Menschen, die sich bewuBt von ihrem Spachkollektiv absondern wollen.

Die Fremdwцrter dienen zur Charakteristik des nationalen Kolorits


18.

Modalverben als Ausdruck der Modalitat.

Modalverben bestimmen in der Grammatik, in welchem Verhдltnis (Modus) das Satzsubjekt zur Satzaussage steht. Typische Verwendung ist der Ausdruck eines Wunsches oder Zwanges.

Das Deutsche kennt sechs Modalverben:

mьssen, kцnnen, dьrfen, wollen, sollen und mцgen.

Da Modalverben дhnlich wie Hilfsverben benutzt werden, werden sie auch als Modale Hilfsverben bezeichnet. Im Gegensatz zu den Hilfsverben haben und sein, die eine Partizipialkonstruktion erfordern, werden Modalverben im Deutschen syntaktisch immer in einer Infinitiv-Konstruktion ohne „zu“ verwendet. Modalverben sind im Prдsens durch identische Formen der 1. und 3. Person Singular gekennzeichnet. Im umgangssprachlichen Gebrauch wird neuerdings auch das Verb „brauchen“ (in der Negation) mit der Bedeutung „mьssen“ als Modalverb verwendet. Auch das Verb wissen weist diese Besonderheit auf, zдhlt aber nicht zu den Modalverben. Deutsche Modalverben haben in der Verwendung als Quasi-Hilfsverb zwei Formen des Partizip Perfekts: Die hochsprachliche Form entspricht dem Infinitiv ("Das hatte ich nicht wissen kцnnen"), umgangssprachlich wird auch das Bildungsmuster der schwachen Verben benutzt ("Ich hab das nicht schreiben gekonnt."). Als Vollverben haben Modalverben immer das 'normale' Partizip Perfekt mit ge- + Verbstamm + -t ("Er hatte es nicht anders gewollt").


28.

Das phonologische System im Frьhneuhochdeutschen und in der Gegenwart.

Vokalismus

1. Diphthongierung der langen Vokale

Im 12. Jh. beginnt der Wandel (Sьdosten, Kдrnten) der langen Vokale i, u, iu [y:] zu Diphthongen: о > ei, ы > au, iu [y:] > eu.

Diese Diphthongierung auch zum Kennzeichen der werdenden gemeindeutschen Literatursprache wird, nennt man sie “die neuhochdeutsche Diphthongierung”.

2. Gleichzeitig mit der Entwicklung neuer Diphthonge vollzog(произошло) sich die Erweiterung alter Diphthonge mit den neuen Diphthongen zusammenfallen. ei > ei [ae], ou > au [ao].

3. Monophthongierung der alten Diphthonge. Hier ist vor allem die Beseitigung der Diphthongen ie, uo, ьe zu bezeichnen. ie > ie [ɪ:], uo > u, ьe > ь. Diese Monophthongierung wurde auch zum Kennzeichen der werdenden deutscher Sprache. Darum zeichnet man sie „die neuhochdeutsche Monophthongierung“.

4. Die positionsbedingte Dehnung und Kьrzung der Vokale. Im ausgehenden 15. Jh./16. Jh. bilden sich die neuen Dauerverhдltnisse im Vokalsystem heraus. In den altgermanischen Sprachen hing die Quantitдt des Lautes von dessen Stellung im Worte nicht ab. In der fnhd. Zeitperiode kommt der Zusammenhang zwischen der Vokaldauer und dem Charakter der Silbe immer mehr zur Geltung.

Die Fдlle, in denen der Vokal gedehnt wurde:

1) Der Vokal wurde in offener Silbe gedehnt: nкmen >nehmen.

2) Der Vokal wurde gedehnt, wenn die Silbe geцffnet werden kann. tвc >Tag – Tages – Tage

3) Der Vokal wurde auch vor r+Dentallaut (d, t, s, z) gedehnt. vвrt >. Fahrt

4) Der Vokal wurde in einsilbigen Wцrtern, die auf einen Sonanten ausgehen, gedehnt:er> Er

Die Kьrzung langer Vokale in geschlossener Silbe.

Vor den Konsonantenverbindungen werden althochdeutsche lange Vokale gekьrzt: brвhte > brachte. Zusammen mit Quantitдt der Vokale дndert sich auch ihre Qualitдt. Kurze Vokale werden offen, lange Vokale geschlossen gesprochen.

6. Vokalismus der Nebensilben. In den unbetonten Silben erscheint meistens das neutrale –e. Das –e herrscht(преобладает) sowohl in den Suffixen, als auch in den Prдfixen vor.

Konsonantismus

Weitere Entwicklung der zweiten Lautverschiebung.

Der Zusammenfall der Phoneme s und ʒ.

Es gab im Ahd. zwei s-Laute. Das eine entsprach dem germanischen s und das andere entstand nach dem 2. Lautverschiebung (ʒ entsprach dem germanischen z). Man bezeichnete diese Konsonanten auf verschiedene Weise. Im Fnhd. fallen die beiden s-Laute zusammen.

Germanisches h ist im Mhd. zwischen Vokalen nur noch Hauchlaut. Im Fnhd. tritt in dieser Stellung meist im Silbenanlaut vцlliger Schwund ein. (sehen > sehen).

Die wichtige Neuerung im Konsonantengebrauch war wohl der Ersatz des anlautenden Reibelauts s vor einem Konsonanten durch [ʃ] (snel > schnel)

Der Konsonant w schwindet im Inlaut nach u; nach r, l wird es durch b ersetzt: frouwe >Frau.

In der Konsonantenverbindung mb (mp) wird infolge der Assimilation der zweite Konsonant eingebьЯt. (zimber> Zimmer)

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